1 Produkt € 0,00 ,- Total

Neukunden-Rabatt, benutze den Code "Willkommen2020" und erhalte 10% Rabatt auf deine Bestellung: Klick hier

Produkt wurde erfolgreich dem Warenkorb hinzugefügt

Nootropika Gehirn-Doping ▷ Wirkung ▷ Dosierung

Viele Menschen greifen heute zu sogenannten Nootropika. Bei diesen handelt es sich entweder um synthetische oder um natürliche Substanzen. Diese sollen die geistige Leistungsfähigkeit steigern. Es geht hier quasi um Gehirn-Doping mit Hilfe von Nahrungsergänzung oder verschreibungspflichtigen "Smart drugs".

Mit Nootropika sollen die Kreativität, die Konzentration, die Gedächtnisleistung, das Erinnerungsvermögen oder die Motivation gesteigert werden. Forscher erklären die Effekte der Nootropika damit, dass diese die Sauerstoffversorgung, die Blutversorgung und das Nervenwachstum im Hirn verbessern bzw. stimulieren.

Inhalt

1. Was sind eigentlich Nootropika?
2. Wie wirken solche Gehirn-Booster?
3. Welche Beschwerden lindern die, wann setzt man sie ein?
4. Wie werden Nootropika eingenommen und dosiert?
5. Unterschied zwischen Nootropika und Smart Drugs
6. Dosierungen
7. Welche Nootropika eignen sich für Einsteiger?
8. Fazit: Warum bringen Nootropika Vorteile?

1. Was sind eigentlich Nootropika?

Begriffe wie "Nootropika" oder "Nootropics" leiten sich vom griechischen Wortteil "Noo" für "Geist" oder "Verstand" ab. Der Begriffsteil "Trope", stammt aus dem Französischen. Er bedeutet "Veränderung". Es geht also um einen Gehirnleistungs-Booster, der Funktionen im Gehirn stimulieren oder verändern kann. Solche Präparate nutzen immer mehr Menschen, um im Wettbewerb um gute Arbeitsleistungen oder durch gesteigerte kreative Impulse die Nase vorn zu haben.

2. Wie wirken solche Gehirn-Booster?

Solche "Gehirn-Booster" kann man in zwei unterschiedliche Kategorien einsortieren: Die natürlichen Gehirnleistungs-Booster wie Ginkgo Biloba oder Kreatin, sowie die synthetischen Gehirn-Booster wie Adderall (verschreibungspflichtig) oder Noopept (rezeptfrei).

Nootropika schützen die hirnzellen. Sie stimulieren die Neuronen im Gehirn. Diese werden in der Folge weniger von behindernden Toxinen belastet und altern daher langsamer. Das mindert unter anderem die Hirnleistung. Nootropics sollen die Blut- und Sauerstoffversorgung im Gehirn verbessern. In der Folge verbessern sich auch die Konzentration, die Aufmerksamkeitsspanne und andere kognitiven Funktionen.

3. Welche Beschwerden lindern Nootropika, wann setzt man sie ein?

Studien zufolge können Nootropika auf unterschiedliche Arten in den Hirnstoffwechsel eingreifen, um die Hirnfunktionen zu beeinflussen. Problematisch ist, dass viele der genannten Effekte zwar bereits erforscht und wissenschaftlich bestätigt wurden - jedoch nicht in Langzeitstudien. Es mangelt meistens an einer stabilen Finanzierung für solche Projekte, da andere Forschungsprojekte eine höhere Dringlichkeit haben. Insofern sind alle hier getätigten Aussagen unter diesem Aspekt zu betrachten.

3.1 Stimulation des Gehirnwachstums

Untersuchungen haben nahegelegt, dass manche Nootropika wachstumsfördernde Faktoren beeinflussen. Dadurch wachsen die Gehirnzellen an. Die neurotropen und neuromodulatorischen Faktoren sowie der Nervenwachstums-Faktor im Gehirn erhöhen sich. Die Aufgabe dieser Faktoren ist es, das Wachstum der Gehirnzellen und die Gehirnzellen-Funktion zu regulieren. Studien zufolge hat das besonders dann einen Nutzen, wenn es bereits Zellschäden durch Freie Radikale oder Alterungsprozesse gibt.

Der Nervenwachstumsfaktor wird für das Wachstum und den Erhalt von Neuronen benötigt. Der neurotrope Faktor steht hingegen für die Entwicklung und das Wachstum speziell der sensorischen oder sympathischen Neuronen zur Verfügung. Wenn die neuronale Produktion angeregt wird, ist der Mensch besser in der Lage, sich an Stresssituationen anzupassen oder kognitive Leistungen zu erbringen.

3.2 Neurotransmitter-Regulation

Nootropika verändern die Regulierung von Neurotransmittern. Sie steuern also Substanzen, die unsere Stimmung beeinflussen. Solche Substanzen sind beispielsweise Dopamin, Serotonin, Adrenalin, Epinephrin, GABA, Glutamat oder Acetylcholin. Wer Nootropika einnimmt, fühlt sich nach der Einnahme weniger gestresst. Er ist entspannter und konzentrationsfähiger. So erhöht beispielsweise das nootrop wirkende 5-HTP die Serotonin-Produktion. Das verbessert die Stimmung oder die Schlafqualität. Außerdem können Nootropika die Auswirkungen von Stresshormonen wie Kortisol verringern.

3.3 Neuroprotektive Funktionen

Nootropika sorgen dafür, dass der altersbedingte kognitive Leistungsabfall des Gehirns verlangsamt wird. So kann das Gehirn auch bei älteren Menschen noch gut funktionieren. Beispielsweise können ältere Menschen, die regelmäßig Ashwagandha einnehmen, trotz leichter altersbedingter Zellschäden im Hirn ihre Gedächtnisleistung, ihre Aufmerksamkeitsspanne oder die Informationsverarbeitung spürbar verbessern.

3.4 Verbesserung des Blutflusses

Nootropika sorgen für eine gute Durchblutung und eine verbesserte Sauerstoffversorgung des Gehirns. Das zieht geistige Wachheit nach sich. Es kommt weniger oft zu geistiger Erschöpfung oder stressbedingten Erkrankungen. Forscher wissen, dass beispielsweise Ginseng-Gaben die Blutzirkulation im Hirn verbessern können. Echter Ginseng erhöht den Stickstoffmonoxid-Gehalt im Blut. Das sorgt für weit gestellte Blutgefäße. Diese werden in der Folge besser durchblutet.

3.5 Entzündungshemmung

Der Antioxidantien-Gehalt von Nootropika reduziert Entzündungsprozesse, die im Gehirn stattfinden. So verringert beispielsweise Ginkgo Biloba Forschern zufolge die Auswirkungen entzündungsfördernder Mediatoren, die im Hippocampus anwesend sind. Dieser Teil des Gehirns ist für die Gedächtnisleistungen und alle Lernprozesse zuständig.

3.6 Stimmungsverstärkung

Manche der Nootropika verbessern die kognitiven Funktionen der Nutzer. Sie sorgen für Stimmungsverbesserung und Angstreduktion. Studien belegen, dass Angstreduktion automatisch zu verbesserten Leistungen bei kognitiven Prozessen wie Kurzzeit- oder Langzeitgedächtnis sorgt.

3.7 Weniger Müdigkeit

Die Wirkung von Nootropics mindert Ermüdungserscheinungen. Die Präparate blockieren bestimmte Rezeptoren im Gehirn. Alternativ können sie für eine effizientere Energiesynthese sorgen. Bei verringerten Ermüdungserscheinungen ist die Arbeitsleistung automatisch höher und effektiver.

3.8 Anregung der Kreativität

Einige Nootropika können die allgemeine Denkfähigkeit verbessern. Sie tragen damit zu schnelleren und kreativeren Problemlösungen bei.

4. Wie werden Nootropika eingenommen und dosiert?

Zwei Arten von Nootropika sind zu unterscheiden: die natürlichen und die, die im Labor hergestellt werden. Die synthetischen Nootropika sind in ihrer Zusammensetzung nicht identisch in natürlicher Form zu finden. Ob natürliche Nootropika immer schlechter oder besser sind als synthetische, ist damit aber nicht gesagt.

Zu den natürlichen Nootropika gehören beispielsweise bestimmte Kräuterextrakte, einige Wurzelextrakte oder bestimmte Aminosäuren aus Nahrungsmitteln. Manche der Nootropika können in Eigenregie im Körper hergestellt werden, so zum Beispiel die Endocannabinoide, das Dopamin oder das Serotonin.

Außerdem gibt es aber noch einige Nootropika, die in keine der beiden oben genannten Kategorien hineinpassen. Diese nennen wir daher Hybrid-Nootropika. Diese sind weder in der Natur zu finden, noch werden sie in einem Labor hergestellt.

4.1 Synthetische Nootropika

Künstliche hergestellte oder synthetische Nootropika werden aus verschiedenen - nicht unbedingt in der Natur zu findenden - chemischen Verbindungen im Labor hergestellt. Zu den synthetischen Nootropika gehören beispielsweise die Medikamente Piracetam, Pramiracetam, Phenylpiracetam, Oxiracetam oder Aniracetam.

Diese sogenannten "Smart Drugs" sind in der chemischen Struktur ähnlich aufgebaut. Solche Medikamente wirken meist stärker als die natürlichen Nootropika. Sie haben außerdem ein höheres Abhängigkeitspotenzial. Manche haben so stark stimulierende Wirkungen, dass sie im Profisport eigentlich unter die Dopinggesetze fallen müssten. Von Profisportlern dürfen sie nicht verwendet werden.

Synthetische Nootropika können weitaus schwerer wiegende Nebenwirkungen haben, als natürliche Nootropics. Studien haben nachgewiesen, dass solche Nootropics die Gedächtnisleistungen verbessern und Gehirnzellen vor dem Absterben bewahren können.

Unter den synthetischen Nootropica erfreut sich Piracetam hoher Beliebtheit. Es verbessert die Aufmerksamkeit und die Gedächtnisleistung bei altersbedingten Schwächungen oder nach schweren Operationen am Herzen. Außerdem mildert Piracetam bei Patienten mit zerebro-vaskulären Erkrankungen Depressionen.

Menschen mit Gehirntraumata konnten unter dem Einfluss des Medikaments Farben besser erkennen. Die damit behandelten Patienten profitieren von besserem Schlaf, geringeren Ängsten und erleben weniger innerer Unruhe. Nebenwirkungen treten jedoch kaum auf.

4.2 Verschreibungspflichtige Medizinalprodukte

Unter den Nootropika sind auch synthetische Drogen zu finden, die in Deutschland verschreibungspflichtig sind und keinen allzu guten Ruf genießen. Zu nennen sind hier beispielsweise Ritalin, Adderall oder Modafinil. Solche Medikamente verschreiben Ärzte oft bei Aufmerksamkeitsdefizit-Syndromen wie ADHS und ADS. Oftmals wurden damit ADHS-Kinder behandelt.

Viele Erwachsene nehmen solche Medikamente jedoch ein, um einen Energiekick zu bekommen oder sich besser konzentrieren zu können. Das Suchtpotenzial dieser Medikamentengruppe ist jedoch sehr hoch. Daher raten wir zur Vorsicht beim Umgang damit. Es gibt sicher bessere Wege, um die gewünschten Ziele zu erreichen.

Als Nebenwirkungen solcher Medizinalprodukte können Kopf- und Magenschmerzen, Schlafprobleme, verschwommenes Sehen oder Entzugserscheinungen beim Absetzen des Präparates auftreten.

Ritalin

Ritalin ist das bekannteste unter diesen Medikamenten. Hauptsächlich wurde es zur Behandlung von Aufmerksamkeits-Störungen bei Kindern eingesetzt. Heute ist es in dieser Nutzung udn wegen seines Suchtpotenzials stark umstritten.

Modafinil

Modafinil ist verschreibungspflichtig. Das Medikament dient der Behandlung von Epilepsie. Es wird aber auch bei Schlafstörungen oder ADHS verordnet. Viele Menschen lassen sich Modafinil verschreiben, um ihre Gehirnfunktion zu optimieren. Sie möchten damit widerstandsfähiger gegenüber Bürostress werden. Das Suchtpotenzial von Modafinil ist anscheinend etwas geringer. Bisher ist aber kaum etwas über die Folgen einer Langzeit-Einnahme bekannt.

Adrafinil

Adrafinil wird als Wachmacher-Medikament genutzt. Es gilt als nebenwirkungsarmes Stimulans. Dieses ist in vielen Ländern der Erde nicht einmal verschreibungspflichtig. Ursprünglich wurde Adrafinil als Medikament gegen Narkolepsie und Aufmerksamkeits-Störungen bei Senioren entwickelt. Die Produktion wurde aber mittlerweile eingestellt. Es gibt inzwischen bessere Medikamente.

Coluracetam

Coluracetam wird zur Unterstützung der Gedächtnisleistungen und füt die verbesserung von Lernprozessen eingenommen. Es hilft aber auch bei Depressionen oder Angstzuständen. Außerdem wird Coluracetam manchmal eingesetzt, um altersbedingt schwindendes Sehvermögens zu verbessern.

Coluracetam wurde Mitte der Neunzigerjahre als mögliches Alzheimermittel in Japan erforscht. Bei diesen Studien wurde festgestellt, dass Coluracetam tatsächlich die Gedächtnis- und Lernfunktionen verbessern kann. Getestet wurde das Präparat seinerzeit an Mäusen, deren Nervenzellen geschädigt waren. Veröffentlicht wurden die japanischen Alzheimer-Forschungen allerdings nie.

Ampakine

Ampakine wurden - zumindest in ihrer Struktur - von einem der beliebteren Nootropika abgeleitet: dem Aniracetam. Indem sie die sogenannten AMPA-Glutamat-Rezeptoren aktivieren, verbessern sie die synaptische Übertragung von Impulsen im Gehirn. Ampakine dienen daher der Verbesserung von Lernfähigkeit und Gedächtnisleistung.

Ampakine finden sich breit im ZNS verteilt. Glutamat als Neurotransmitter wird blockiert, um die gewünschten Stimulationseffekte an den Synapsen zu erbringen. Mit Ampakinen können die Ausfallserscheinungen bei Alzheimer verringert werden. Sie gelten daher als mögliche Behandlungsoptionen bei ADHS, Depressionen oder Schizophrenie.

4.3 Natürliche Nootropika

Hier geht es meist um natürliche pflanzliche Verbindungen. Diese haben einen weniger süchtig machenden Effekt. Sie gelten daher als sicherer in der Verwendung, vor allem bei der Langzeitverwendung. Dennoch sollte der Umgang auch mit solchen Nootropika vorsichtig bleiben. Alles, was das Gehirn beeinflussen kann, kann kurz-, mittel- oder langfristig auch potenziell schädliche Langzeitwirkungen ungeahnter Ausmaße haben.

Einige der natürlichen Nootropika wurden in der Medizin Chinas verwendet, andere sind bis heute in Indien in Gebrauch. Vor allem Ayurveda-Mediziner verwenden sie. Zu den chemischen Verbindungen in solchen Nootropika gehören die sogenannten Adaptogene. Dabei kann es sich um unterschiedliche natürliche Substanzen handeln, die stressmindern wirken.

Die bei uns bekanntesten Adaptogene sind Ginseng und Ashwagandha. Beide haben laut Studien das Potenzial, kognitive Funktionen zu verbessern, Stress und Erschöpfungserscheinungen zu mindern oder Gedächtnisleistungen zu verbessern. Außerdem können sie die Gehirnzellen vor Oxidation schützen.

4.3 Nootropika-Hybride

Diese Gruppe der Nootropics kann weder der einen, noch der anderen Gruppe zugerechnet werden. Sie sind weder rein synthetisch, noch komplett natürlich, sondern nootropisch wirkende Hybrid-Präparate. Auch diese Substanzen haben leistungsverbessernde Eigenschaften.

5. Unterschied zwischen Nootropika und "Smart Drugs"

Auch wenn einige der Wirkungen beider sich ähneln, sind "Smart Drugs" nicht identisch mit den Nootropika. Bei "Smart Drugs" geht es immer um verschreibungspflichtige Arzneimittel. Diese sollen nur als Therapeutikum bei ADHS oder Narkolepsie dienen. Als Stimulanzien dienen sie der Aktivierung des ZNS bei bestimmten Erkrankungen oder Störungen.

Nootropika sollen hingegen die Lernfähigkeit oder die Gedächtnisleistungen von gesunden oder alternden Menschen verbessern. Sie dienen auch als Gehirnschützer und Verbesserer von kognitiven Leistungen. Vielleicht wäre es sinnvoll, die Smart Drugs als Drogen oder therapeutisch wirksame Medikamente zu bezeichnen, die Nootropika aber als Gehirn-Nahrung anzusehen.

6. Dosierungen von Nootropika 

Die Dosierung einzelner Nootropika hängt von der Wirkung - genauer der Halbwertzeit – der gewählten Präparate ab. Bei langer Halbwertszeit darf der Nutzer ohne Bedenken zwei größere Dosen des Präparats je Tag einnehmen. Nootropika mit kurzer Halbwertszeit haben jedoch eine kurze Wirkdauer. Hier ist es sinnvoller, mehrere kleinere Dosen über den Tag zu verteilen.

Die nachfolgenden Dosierungs-Tipps sind lediglich Vorschläge für Standarddosen. Im Einzelfall sind andere Dosierungen sinnvoll. Zu Beginn der Einnahme sollten immer niedrigere Dosen eines Präparates genutzt werden. Die verringerten Anfangsdosen gelten der Vermeidung von Nebenwirkungen und der langsamen Gewöhnung an die Auswirkungen im Gehirn. Wenn die Wirkung in dieser Dosis schon ausreichend ist, wird sie nicht erhöht.

6.1 Piracetam-Dosierung

Piracetam-Tabletten werden üblicherweise in Größen von 400 oder 800 Milligramm angeboten. Viele maßgebliche Studien ergaben jedoch eine Mindest-Dosierung von vier Gramm je Tag. Bei niedrigeren Dosierungen kann offensichtlich nicht die volle Bandbreite an möglichen Effekten erreicht werden. Daher lauten die Empfehlungen für sinnvolle und wirksame Tagesdosen Dosierungen zwischen 2 und 4,8 Gramm zwei- bis dreimal täglich.

6.2 Aniracetam-Dosierung

Aniracetam ist ein hochkonzentriertes Präparat, das niedrigere Dosierungen erlaubt. Tagesdosen zwischen einem und zwei Gramm werden empfohlen. Da das Präparat fettlöslich ist und eine relativ kurze Wirkdauer hat, sollte die empfohlene Tagesdosis auf mehrere Einzeldosen verteilt werden. Ansonsten haben die Verwender keine durchgehend gute Wirkung zu erwarten.

6.3 Oxiracetam-Dosierung

Oxiracetam und Aniracetam bieten in etwa ähnliche Wirkungen. Oxiracetam ist lediglich etwas stärker. Die empfohlene Tagesdosis beträgt bei Oxiracetam-Pulver 800 Milligramm oder bis zu 1,5 Gramm. Diese Dosis wird zwei- oder dreimal täglich zugeführt.

6.4 Pramiracetam-Dosierung

Das fettlösliche Pramiracetam wirkt 30-60-mal stärker als Piracetam. Es wird schnell aufgenommen und hat eine hohe Bioverfügbarkeit. Dank längerer Halbwertzeit wirkt es mehrere Stunden lang. Typische Pramiracetam-Dosierungen liegen bei zwei oder drei Einzeldosen zwischen 200 und 400 Milligramm.

6.5 Cholin-Dosierung

Oft werden Nootropics wie die eben aufgelisteten zusammen mit Cholin-Präparaten eingenommen. Diese Kombination soll die nootropische Wirkung sicherstellen. Ohne ein Cholin-Präparat kann die Wirkung des Nootropikums verringert sein. Es kann zu Kopfschmerzen kommen.

Um ergänzend zu einem Nootropikum Cholin anzuwenden, sind Alpha GPC und Citicolin die besten Optionen. Beide wirken in Dosen zwischen 100 und 500 Milligramm am besten. Die Cholin-Dosierung ist abhängig davon, welches andere Nootropikum eingenommen werden soll - und in welcher Dosis. Bei der Kombination von Aniracetam und Alpha GPC ist das Verhältnis beispielsweise 4:1, umgerechnet 2 Gramm Aniracetam und 500 Milligramm Alpha GPC.

6.6 Noopept-Dosierung

Noopept ist ein Peptid-Derivat von Piracetam. Es hat eine 1000-fach höhere Konzentration als Racetam. Die Effekte von Piracetam können mit einer 1000-fach kleineren Dosis Noopept erreicht werden. Die Dosierung von Noopept ist daher niedriger. Täglich werden nur zwei- bis dreimal 10 bis 40 Milligramm eingenommen. Höhere Dosen ergeben keine besseren Effekte, sondern Kopfschmerzprobleme.

7. Welche Nootropika eignen sich für Einsteiger?

Wer zuvor noch nie zu nootropischen Nahrungsergänzungsmitteln gegriffen hat, kennt die Wirkmechanismen im Gehirn nicht. Er sollte sich daher ausführlich informieren, bevor er seine Wahl trifft, und mit niedrigen Anfangsdosen beginnen.

Manchmal ist eine Kombination von zwei oder mehreren Nootropics sinnvoll. In anderen Fällen muss beachtet werden, dass bei einigen Nootropika ein kumulativer Effekt eintritt. Dieser kann sich bei längerer Einnahme einstellen oder verstärken.

8. Fazit: Warum bringen Nootropika Vorteile?

Nootropika und "Smart Drugs" sind als natürliche oder synthetische Substanzen in Gebrauch. Mit diesen möchten die Verwender ihre geistigen Fähigkeiten optimieren. Einige der Nootropika und sämtliche "Smart Drugs" sind verschreibungspflichtig.

Die synthetischen Nootropika - etwa das Piracetam - sind am häufigsten in Verwendung. Es gibt aber bisher kaum Studien über ihre Wirksamkeit oder die Langzeiteffekte bei gesunden Verwendern. Im Rahmen der Alternativmedizin kommen solche Nootropika häufiger zum Einsatz. Oftmals werden Kombinationen zweier oder mehrerer Präparate eingenommen. Das soll die Wirkung des Hauptmedikaments optimieren.

Wie genau die Vorteile bestimmter Nootropika für bestimmte Menschentypen und Problemlagen definiert werden, und ob die damit erreichbaren Effekte anhaltend und dauerhaft nutzbar sind, bedarf weiterer Forschungen an ausreichenden Probandenzahlen.