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Silymarin - Die Samen der Mariendistel

Die Samen der Mariendistel wurden schon im Mittelalter wegen ihrer medizinischen Wirkungen genutzt. Die bekannteste Nutzung des Silymarins ist der Leberschutz bzw. die Leberentgiftung. In schützender Funktion können Mariendistel-Präparate auch präventiv genutzt werden. Der in den Früchten der Mariendistel-Pflanze zu findende Wirkstoff Silymarin wird insbesondere bei vorgeschädigter Leber in Folge von Alkoholmissbrauch verwendet.

Silymarin hilft aber auch bei latenten Leberstörungen, die nur selten einer medizinischen Behandlung zugeführt werden. Die Symptome werden in der Regel nicht einmal als Leberstörung erkannt. Silymarin kann nach längerer Medikamenteneinnahme oder bei erhöhter Schadstoff-Exposition angewendet werden. Umweltkranke Menschen, die an zahlreichen Beschwerden und Funktionsstörungen durch chronische Intoxikationen im Niedrigdosis-Bereich leiden, schwören auf die entlastende Funktion der Mariendistel.

Inhalt

1. Was hat es mit der Mariendistel auf sich?
2. Wie wirkt Mariendistel-Extrakt?
3. Welches Mariendistel-Präparat ist geeignet?
4. Welche Beschwerden lindert Mariendistel-Extrakt?
5. Einnahme und Dosierung von Mariendistel-Extrakten
6. Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Silymarin
7. Warum gilt Mariendistel als gesund?

Was hat es mit der Mariendistel auf sich?

Der Wirkstoff aus den Samen der Mariendistel ist dafür bekannt, die Leber anzuregen. Das wichtigste Entgiftungs-Organ des Menschen kann sich dadurch besser und schneller regenerieren und reinigen. Mancher sagt dem Mariendistel-Extrakt auch noch andere arzneiliche Wirkungen nach. Meistens werden die Extrakte der Mariendistel in Form von Kapseln eingenommen. Diese haben keine Nebenwirkungen. Sie sind frei verkäuflich. Nützlich sind aber nur höhere Dosierungen.

Die alten Griechen kannten bereits die Wirkungen der Mariendistel. Ihr heilwirksames Potenzial wurde jedoch erst im Mittelalter vermehrt von Heilern und damaligen Ärzten genutzt. Man verordnete den Extrakt der Mariendistel bei Verdauungsproblemen und Harnwegsbeschwerden. Bei Hildegard von Bingen findet sich bereits ein Tee, der aus den Früchten der Mariendistel zubereitet wurde. Auch Hildegard von Bingen verordnete das Silymarin bei Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen, Blähungen oder Völlegefühl. Die leberschützende Wirkung der Mariendistel war damals offensichtlich noch nicht bekannt.

Ursprünglich gedieh die Mariendisteln vorwiegend in trockenen und warmen Regionen der bekannten Mittelmeer-Länder. Die Mariendistel bevorzugte Gegenden, die eher unzugänglich waren, um sich auszubreiten. Inzwischen findet man die pinkfarbig blühende Distelart auch in Deutschland. Um daraus den gesuchten Silymarin-Extrakt zu gewinnen, werden die Mariendisteln inzwischen sogar gezielt angebaut. Die stachlige Pflanze wird den Korbblütlern zugeordnet. Die botanische Bezeichnung der Mariendistel ist "Silybum marianum". Daher stammt auch der Name des leberschützenden Wirkstoffes.

Bei uns kennt man die Mariendistel eher als Silberdistel. Im englischsprachigen Raum kennt man sie als "Milk Thistle" oder Milchdistel, weil die Pflanze leicht weißlich schimmert. Auch die Bezeichnung als "Frauendistel" ist bekannt. Die Bezeichnung als "Mariendistel" geht auf eine Legende zurück. Demnach soll der Jungfrau Marie beim Stillen des Jesuskindes ein Tropfen Milch abhandengekommen sein und auf eine Distel getropft sein. Damit ist sowohl der Name der Pflanze als auch ihr leicht weißliches Grün erklärt.

Inzwischen hat es die Mariendistel zu einer der begehrtesten Medizinalpflanzen Europas gebracht. Heutzutage ist die heilende Wirkung des Mariendistel-Extraktes insbesondere auf die Leber bekannt. Die Früchte, aus denen der Extrakt gewonnen wird, sind im August oder September erntereif. Verordnet werden Mariendistel-Extrakte vornehmlich von Heilpraktikern und Naturheilkundlern - und zwar bei jeglichen Leberbeschwerden, bei ernährungsbedingt aufgetretenen Leberstörungen, nach Pilzvergiftungen oder Alkohol-Abusus.

Außerdem kann Mariendistel-Extrakt oder Mariendistel-Tee bei Leberentzündungen als Begleittherapie genutzt werden. Auch eine präventive Einnahme ist möglich.

Wie wirkt Mariendistel-Extrakt?

Leberstörungen sind oft nicht als solche erkennbar. Die Beschwerden bei einer latenten Leber-Störung sind eher unspezifisch. Sie lassen für den Betroffenen keine Rückschlüsse auf eine Störung des Entgiftungsorgans zu.

Die Leber ist so gesehen sehr leidensfähig. Sie meldet sich erst mit erkennbaren Beschwerden, wenn sie wirklich schwere Probleme hat. Eine Leberentzündung beginnt meist schleichend und unbemerkt. Da der Entzündungsprozess bis zum Erkennen des Problems meist weit fortgeschritten ist, kann der Leber am Ende kaum noch geholfen werden. Daher führen unbemerkte Leberprobleme meist zu schweren, am Ende oft tödlichen Erkrankungsfolgen. Leberschädigungen können ernährungsbedingt auftreten. Oftmals sind sie jedoch dem Alkoholmissbrauch geschuldet, der über Jahre betrieben wird. Auch häufiger Tablettenkonsum oder Belastungen mit Umwelttoxinen können die Leber überlasten.

Wer den Verdacht hat, eine Leberstörung zu haben, sollte vorbeugend eine Kur mit Mariendistel-Extrakt machen. Die Mariendistel kann bei Leber-Beschwerden für eine Entgiftung und Reinigung der Leber sorgen. Sie verhilft der Leber zur Regeneration. Bei Verdauungsproblemen ist Mariendistel-Tee angezeigt. Die heilende Wirkung der Mariendistel-Extrakte kann in Form von Kapseln, Tabletten, Samen oder Mariendistel-Öl genutzt werden. Sinnvoll ist jedoch eine höhere Dosierung. Diese ist in manchen Präparaten, die man in Drogeriemärkten kaufen kann, nicht gegeben.

Welches Mariendistel-Präparat ist geeignet?

Diese Fragestellung bezieht sich auf die Frage, ob Monopräparate besser wirken als Mischpräparate, oder ob Mariendistel-Tee schlechter wirkt als standardisierte Silymarin-Kapseln.

Im Handel finden sich Mariendistel-Extrakte in verschiedenen Darreichungsformen. Generell müssen Monopräparate mit reinem Mariendistel-Extrakt nicht schlechter wirksam sein als Präparate, in denen weitere Pflanzenextrakte enthalten sind. Letzten Endes kommt es auf die Indikation und den Gehalt an Mariendistel-Extrakt an. Bekannt sind zum Beispiel Mariendistel-Extrakte, die mit Artischocken- oder Löwenzahn-Extrakt zusammen verarbeitet werden. Damit sollen bestimmte Wirkungen verbessert werden.

Die in Kapseln verarbeiteten Mariendistel-Extrakte werden aus den Samen der Früchte hergestellt. Die restlichen Pflanzenteile werden nicht verwendet. Ein hochwertiger Mariendistel-Extrakt sollte einen garantierten Gehalt von mindestens 80 Prozent Silymarin aufweisen. Wenn zugleich Artischocken-Extrakt zugesetzt ist, sollte dessen Wirkstoff Cynarin mindestens mit 2,5 Prozent Gehalt verzeichnet sein. Der Hersteller sollte diese Werte durch Laborprüfungen sicherstellen.

Reine und qualitativ hochwertige Rohstoffe sind für eine hohe Produktqualität notwendig. Andere als pflanzliche Beistoffe sollten in Mariendistel-Produkten nicht enthalten sein.

Welche Beschwerden lindert Mariendistel-Extrakt?

Der medizinisch nutzbare Wirkstoff aus der Silberdistel wird Silymarin genannt. Silymarin ist der Sammelbegriff für diverse Inhaltsstoffe, die diesen Wirkstoff-Komplex ausmachen. Zu nennen sind beispielsweise Flavonolignan-Derivate wie Silicristin und Silibinin, Isosilibinin und Silidianin. Diese Substanzen finden sich gehäuft und in Kombination nur in der Mariendistel.

Der bedeutsamste und wirkstärkste Inhaltsstoff im Silymarin ist das Silibinin. Dieser Wirkstoff hat ein enormes Entgiftungspotenzial. Dieses ist insbesondere bei Pilzvergiftungen hilfreich. In diesem Zusammenhang wird dieser Wirkstoff als standardisiertes Arzneimittel eingesetzt. Dank des Silibinins konnte die Sterblichkeitsrate unter pilzvergifteten Menschen reduziert werden. Die Behandlung damit muss allerdings zeitnah einsetzen.

Das Silymarin gilt momentan als einer der geeignetsten Stoffe, mit denen einer Leberschädigung vorgebeugt werden kann. Wer regelmäßige eine Kur mit Silymarin durchführt, kann die Leber entlasten. Sie regeneriert schneller regenerieren und bleibt gesund. Für eine gesunde Leber werden allerdings ein gesunder Lebensstil und ein geringer Alkoholkonsum vorausgesetzt.

Mariendistel-Extrakt kann außerdem die Durchblutung auf der Organebene verbessern. Bei alkoholkranken Menschen, die bereits an einer Leberzirrhose leiden, oder an Hepatitis B oder C erkrankt sind, ermöglicht Silymarin oft eine Lebensverlängerung. Die pulverisierten Samen der Mariendisteln werden oft in Firm von Kapseln zugeführt. Die Extrakte können aber auch als Tinktur, Öl, Tee oder Tablette einen Nutzen entfalten.

Wie wirkt Silymarin bei Hautproblemen?

Viele Hautprobleme entstehen ernährungsbedingt. Einige sind auf Umweltfaktoren oder hormonelle Faktoren zurückzuführen. Bei Schuppenflechte, Aknepickeln oder trockener Haut sind meist solche Ursachen gegeben. Die Leber spielt bei Hautproblemen eine tragende Rolle. Sie ist mit dem Abbau von Toxinen, Spaltprodukten aus der Nahrung sowie schädlichen Stoffen befasst. Außerdem baut sie Nahrungsbausteine um und kann Vitamine speichern.

Bei gestörten Abläufen ist die Leber aber nicht in der Lage, diese Aufgaben zu erfüllen. Zum Teil werden Toxine über die Haut ausgeschieden. Die Haut kann aber auch Giftstoffe aufnehmen. Beides schädigt die gestörte Leber. Diese kann der Schadstoffmengen nicht mehr Herr werden. Als Symptom einer Leberstörung kann beispielsweise starkes Hautjucken auftreten. Die Zunge kann gerötet wirken. Im schlimmsten Fall treten Gelbfärbungen in den Augen auf.

In diesem Fall hat der Leberschaden bereits gravierende Ausmaße. Eine Gelbsucht ist entstanden. Der Extrakt der Mariendistel kann eine entzündungshemmende Wirkung entfalten. Die Leberzellen können sich regenerieren. Damit lässt sich auch das Hautbild verbessern. Bei Akne sollten die Betroffenen morgens und abends Mariendistel-Tee trinken.

Wirkt Mariendistel bei Verdauungsproblemen?

Viele Menschen nehmen Mariendistel-Extrakt nach schwerem Essen ein. Tatsächlich ist diese Anwendung bereits seit dem Mittelalter bekannt. Auch Hildegard von Bingen nutzte die Mariendistel in diesem Sinne. Frauendistel-Extrakt kann bei Völlegefühl, Verstopfung, Magenschmerzen und Blähungen Linderung bringen. Verantwortlich dafür sind die Bitterstoffe in Mariendistel-Extrakten.

Die Menschen bereiten kaum noch Gerichte mit Chicorée oder Kohlsorten mit Bitterstoffen zu. Unsere modernen Nahrungsmittel werden weitgehend industriell erzeugt und "veredelt". Sie lassen es an ausreichenden Bitterstoffen mangeln. Diese sind aber wichtig für die Verdauung. Mariendistel-Extrakt ist wegen der Bitterstoffe besonders bei Diäten zum Gewichtsverlust oder bei Fastenkuren sinnvoll. Dabei wird der Organismus oft mit Giftstoffen überschwemmt.

Silymarin kann dreimal täglich in Dosen von 200 Milligramm Mariendistel-Extrakt in Kapseln eingenommen werden. Die Einnahme wird über zwei bis fünf Wochen durchgeführt. Dadurch wird der Stoffwechsel auf angeregt und der Diäterfolg gesichert. In kleineren Dosierungen kann Silymarin auch über ein ganzes Jahr eingenommen werden.

Können Gallenleiden damit gelindert werden?

Die Galle unterstützt die Leber bei ihrer Arbeit. Sie ist ein auf der Leber aufgesetzter Behälter für die Gallenflüssigkeit, die von der Leber produziert wird. Die Bitterstoffe im Mariendistel-Extrakt regen die Leber und die Galle an. Davon profitiert die Verdauung ebenso, wie der Fettstoffwechsel. Gallenleidende sollten über einen Zeitraum von fünf Wochen dreimal täglich jeweils eine Mariendistel-Kapsel mit 200 Milligramm Silymarin-Gehalt zu sich nehmen.

Hilft Mariendistel bei Schlafstörungen?

Silymarin kann eine harmonisierende und regulierende Wirkung haben, wenn jemand an Schlafproblemen leidet. Die Leber beginnt ihre entgiftende Arbeit bereits nachts. Oftmals wachen die Menschen dann auf. Wer als schlafgestörter Mensch zu Mariendistel-Extrakt greift, kann von der Wirkung profitieren.

Die Leber kann unter dem Einfluss des Silymarins mehr Gallensäure bilden. Diese macht Nahrungsfette leichter verdaulich. Wenn schädliche Nahrungsfette nicht aufgelöst werden, lagert die Leber diese ein. Als Folge treten Verstopfung, Sodbrennen und Blähungen auf. Diesen Symptomen kann mit Mariendistel-Extrakt entgegengetreten werden.

Von Schlafstörungen Betroffene sollten morgens und mittags Silymarin-Kapseln zu sich nehmen. Es dauert eine Weile, aber dann stellt sich besserer Schlaf ein. Auch die Einnahme von Frauendistel-Tee zu allen Mahlzeiten kann eine lindernde Wirkung zeigen. Gegebenenfalls sollten die Betroffenen zweimal täglich Kapseln mit 200 bis 400 Milligramm Mariendistel-Extrakt einnehmen.

Kann Silymarin bei Gelbsucht als Begleittherapie genutzt werden?

In der Tat ist das eine der sinnvollsten Nutzungen für Extrakte der Frauendistel. Auch bei einer so ernsten Erkrankung wie Gelbsucht oder Hepatitis entfaltet die Mariendistel die gewünschten Wirkungen zuverlässig. Sie ist als Begleittherapie der Gelbsucht etabliert.

Es wird empfohlen, eine Gelbsucht nicht ohne ärztliche Behandlung in Eigenregie zu behandeln. Unterstützend können jedoch zwei bis drei Mariendistel-Kapseln mit jeweils 200 Milligramm Wirkstoffgehalt zu jeder Mahlzeit eingenommen werden. Durch das pulverisierte Silymarin wird die Leber-Regeneration beschleunigt.

Einnahme und Dosierung von Mariendistel-Extrakten

Je nach gekauftem Präparat sollten die Verwender sich an die Einnahme-Empfehlungen auf der Packung halten. Andere Einnahmemengen sollte lediglich ein Naturheilkundler oder Heilpraktiker verordnen. Eigenmächtig sollte man die empfohlene Dosis nicht erhöhen.

So wirkt der Mariendistel-Tee

In Mariendistel-Tee sind nur relativ geringe Mengen an Silymarin enthalten. Dennoch kann Mariendistel-Tee vollkommen ausreichend sein, um damit Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Sodbrennen oder Völlegefühl entgegenzutreten. Um eine Leber-Regeneration zu bewirken, genügt diese Dosis aber nicht. Zu kaufen sind sowohl lose Samen als auch fertiger Mariendistel-Tee. Lose Mariendistel-Samen sollten immer fein im Mörser zermahlen werden.

Zur Bereitung eines Teegetränkes mit Mariendistel sollten drei bis fünf Gramm Mariendistel-Samen mit heißem Wasser aufgebrüht werden. Der Aufguss sollte zehn Minuten ziehen, damit der Wirkstoff ins Teewasser übergehen kann. Dann werden die Samen abgeseiht. Mariendistel-Tee kann drei- oder viermal täglich vor den Mahlzeiten verabreicht werden. Geschmacklich kann Mariendistel-Tee durch Süßholz- oder Pfefferminztee verbessert werden.

Wer an gravierenderen Leber- oder Verdauungsproblemen leidet, kann mit einem Fertig-Tee mit Sillymarin gute Erfolge erzielen. Bei Apotheken-Fertigpräparaten ist ein hoher Wirkstoffgehalt garantiert.

Mariendistel-Extrakte in Kapselform

Mariendistel-Kapseln sollten idealerweise den Extrakt in Reinform enthalten. Jede Menge Zusatzstoffe weisen auf minderwertige Präparate hin. Solche Nahrungsergänzungsmittel werden oft in Supermärkten oder Drogeriemärkten gehandelt. Es lohnt sich, den Silymarin-Gehalt je Kapsel zu überprüfen.

Die richtig guten Präparate enthalten Silymarin-Dosen zwischen 300 und 400 Milligramm je Kapsel. Manche Produkte enthalten außer Silymarin auch noch unterstützende Pflanzenextrakte. Dagegen ist nichts zu sagen, solange diese die Silymarins-Dosis nicht unter 200 Milligramm absenken. Die Zusatzstoffe in Silymarin-Kapseln sollten allerdings einen erhöhten gesundheitlichen Nutzen nach sich ziehen.

Üblicherweise werden zu jeder Mahlzeit ein oder zwei Kapseln Mariendistel-Extrakt eingenommen. Es ist jedoch auch möglich, die gesamte Tagesdosis von maximal 400 bis maximal 800 Gramm auf einmal einzunehmen. Das sollte aber nicht zum Regelfall werden.

Einnahme-Empfehlungen von Mariendistel bei Erkrankungen

Wissenschaftliche Studien zu Mariendistel-Extrakten liegen vor. Auf diesen Erkenntnissen basieren die hier abgegebenen Dosierungsempfehlungen für verschiedene Beschwerden und Krankheitsbilder. Es kann aber sein, dass ein Heilpraktiker aufgrund jahrelanger Erfahrung mit Silymarin-Gaben andere Vorschläge machen würde.

Bei Leberschäden durch Alkohol- oder Tabletten-Missbrauch sowie bei Giftstoff-Expositionen werden bis zu 800 Milligramm Silymarin verordnet. Diese Dosis wird auf drei bis vier Tagesdosen verteilt und über einen Zeitraum maximal fünf Wochen verabreicht.

Bei akuter Hepatitis kann ebenfalls maximal 800 Milligramm Silymarin pro Tag zugeführt werden. Auch hier gilt, die Tagesdosis in drei oder vier Einzelgaben aufzuteilen. Der Mariendistel-Extrakt wird zu den Mahlzeiten eingenommen. Er kann drei oder vier Wochen lang eingenommen werden.

Bei Leberzirrhose oder chronischen Leberleiden genügen in der Regel kleinere Dosen von 160 bis maximal 800 Milligramm Silymarin bei schweren Zuständen. Diese werden in drei Einzeldosen über den Tag verteilt eingenommen. Die sinnvolle Einnahmedauer beträgt ein bis zwei Jahre.

Bei akuten Vergiftungen - beispielsweise durch giftige Pilze, Umwelttoxine oder Medikamenten-Überdosen - muss eine Silibinin-Injektion vorgenommen werden. Diese sollte zeitnah erfolgen. Sie muss dann über den Vergiftungstag hinweg alle sechs Stunden nochmals erfolgen.

Bei allergischen Beschwerden oder allergischen Hautreaktionen werden 140 Milligramm Mariendistel-Extrakt als antioxidativ wirkendes Gegenmittel eingenommen. Diese Dosis wird vier Wochen lang dreimal täglich verabreicht.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Silymarin

Mariendistel-Extrakte haben kaum Nebenwirklungen. Möglich ist jedoch, dass Menschen mit einer Korbblütler-Allergie eine Unverträglichkeit gegenüber Silymarin erleben.

Bestenfalls treten bei übermäßiger Einnahme milde Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, Blähungen und Durchfall, Kopf- oder Magenschmerzen auf. In diesem Fall wird empfohlen, die nächste Dosis zu verkleinern oder diese erst einzunehmen, wenn die Beschwerden abgeklungen sind.

Nachwirkungen oder bleibende Schäden sind nicht zu befürchten. Treten allergische Hautrötungen oder andere Hautreaktionen auf, sollte Silymarin nicht weiter verwendet werden. Schwangere Frauen sollten ganz auf die Einnahme von Silymarin verzichten.

Warum gilt Mariendistel als gesund?

Nachgewiesen sind gesundheitsförderliche Wirkungen von Mariendistel-Extrakten bei Leberbeschwerden jeglicher Art, sowie bei Verdauungsbeschwerden. Bereits vorliegende Leberschäden sind oft irreparabel. Bleiben sie unbehandelt, kann sich die Leber - die erstaunliche regenerative Kräfte hat - nicht mehr regenerieren.

Durch Silymarin kann jedoch der entzündliche Prozess eingeschränkt werden. Das erlaubt eine zunehmende Regeneration der Leberzellen. Das wichtigste Entgiftungsorgan kann dadurch seine Arbeitsleistung wieder hochfahren. Davon profitiert der gesamte Organismus. Auch eine präventive Einnahme von Mariendistel-Extrakt kann Sinn machen. Dadurch wird die schwer arbeitende Leber entlastet. Sie kann auch bei höheren Belastungen gesund bleiben.

Bei Leberzirrhose oder vergiftungsbedingt schwer geschädigten Lebern kann das Silymarin sogar eine lebensverlängernde Wirkung entfalten. Somit ist der gesundheitliche Nutzen des Mariendistel-Extraktes hinreichend belegt.